Eine wahrhaft berechtigte Frage.
Und schlicht zu beantworten.Der / das KIKK mit
allen Weiterungen ist eine zutiefst private Initiative. Der Ort des
Geschehens ist ein ausgebauter ehemaliger Schuppen, eher schon ein
Schüppchen auf einem privaten Grundstück. Mietkosten fallen also nicht an,
die Nebenkosten wie Heizung, Strom etc. werden ebenfalls privat übernommen
und schlagen nicht zu Buche.
Wir alle sind begeisterte Amateure, also Liebhaber von Kleinkunst,
Kleintheater, Literatur und Musik. Keine "Professionals", die damit ihren
Lebensunterhalt verdienen wollen oder müssen. Und wollen unsere
Liebhaberei mit anderen teilen, soweit sich das machen läßt.
Öffentliche Gelder nehmen wir nicht in Anspruch. Schon weit vor der
Zumutung Hartz IV waren wir der Meinung, daß bildungsbürgerliche Kultur,
getragen von meist gutbetuchten Personen aus Wirtschaft, Lehrerschaft und
Verwaltung, nicht per städtischer Zuschüsse auf die Geldbeutel der
Gesamtbevölkerung zugreifen sollten.
Diesen Weg haben wir bisher vierzehn Jahre durchgehalten.
Da wir aber trotzdem der Meinung sind, daß halbwegs anständige Gagen
bezahlt werden sollen, legen wir in der Regel mal mehr, manchmal auch
weniger drauf. Ist aber nicht tragisch, denken wir: schließlich ist's sehr
viel bequemer und immer noch billiger, als anders wo hin zu fahren,
Eintritt zu lassen, und Fahrtkosten, Übernachtung nebst Essen und Trinken
schlagen ja auch heftig zu Buche.
Üblicherweise nehmen wir pro Person 18.-€ Kostenbeitrag. Darin enthalten
ist die komplette Bewirtung, wie der Prosecco zum Empfang, die legendäre
heiße Rindswurst vom Pfungstäder Metzger Riehl zur Pause und das leckere
Darmstäter Braustübl-Pils (neben trockenem Weißwein, Mineralwasser und
naturbelassenem Apfelsaft) während der Vorstellung. Unsere Küche fungiert
dann als Foyer, unser Wohnzimmer als Künstlergarderobe, und die ehemaligen
Kinderzimmer im Haus als allseits beliebte Übernachtungsorte für die
Künstler.
Schlicht: so geht das. Und nur so.
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